Bremen

Ausstellung: Hans Christian Andersen. Poet mit Feder und Schere

20. Oktober 2018 – 24. Februar 2019

Die Kunsthalle Bremen zeigt ab Herbst 2018 die Ausstellung „Hans Christian Andersen. Poet mit Feder und Schere“. Dabei handelt es sich um die größte Präsentation zu Hans Christian Andersen als bildenden Künstler, die jemals in Deutschland gezeigt wurde. Mit der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen, den Odense City Museums sowie dem Museum Jorn in Silkeborg tragen bedeutende Leihgeber zu diesem Projekt bei.

Hans Christian Andersen (1805–1875) ist noch heute jedem Kind als Märchendichter bekannt. „Die kleine Meerjungfrau“, „Des Kaisers neue Kleider“ oder „Die Prinzessin auf der Erbse“ brachten ihm bereits zu Lebzeiten größte Berühmtheit ein. Andersens Märchen wurden in über 150 Sprachen übersetzt. Damit gehört Andersen zu den meist gelesenen Autoren der Welt. Kaum aber jemand weiß, dass Hans Christian Andersen auch bildkünstlerisch tätig war. Er schuf Zeichnungen sowie Scherenschnitte und collagierte Bilderbücher. Diese feinsinnigen Papierarbeiten muten aus heutiger Sicht überraschend modern an. Andersen machte sie jedoch nicht öffentlich, sondern verschenkte sie ausschließlich in seinem privaten Umfeld an Freunde und Bekannte. Dieser „andere Andersen“ ist eine künstlerische Entdeckung, zu der auch die Pop-Art Ikone Andy Warhol eine Spur legte: Er hielt Andersen und dessen Scherenschnitte in farbstarken Siebdrucken fest und leistete damit einen illustren Beitrag zu der künstlerischen Andersen-Rezeption, die seit dem frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart anhält. Die Rezeption von Andersens Kunst wird in der Ausstellung thematisiert.

Andersen und Bremen

Auch die Aufenthalte des Dichters in der Hansestadt Bremen werden in der Schau dokumentiert. Vor 175 Jahren am 26. Februar 1843 besuchte der dänische Dichter Hans Christian Andersen zum ersten Mal Bremen auf der Durchreise von Kopenhagen nach Paris. In diesem Zuge besuchte er unter anderem die dritte Ausstellung des Kunstvereins in Bremen. Viele seiner Reiseetappen waren wenig angenehm, über die Hansestadt jedoch heißt es in seinem Tagebuch: „...Bremen tauchte als Oase auf, das machten die freundlichen Gesichter, die ich dort traf“. Mehrere Besuche sollten diesem in den nächsten Jahren folgen. Schließlich wurde Bremen sogar zu einer der wenigen Städte, die Andersen in seinen Märchen namentlich erwähnt.

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