Weserbergland-Runde

Weserberglandrunde

„Rund um den Köterberg“

Erfahren Sie das märchenhafte Weserbergland per Fahrrad: Das romantische Wesertal und vielfältige Sehenswürdigkeiten warten auf Entdeckung. Die 125 km lange Runde mit drei gemütlichen Etappen bietet sich ideal für ein verlängertes Wochenende an. Die Etappenlängen lassen viel Zeit für Entdeckungen am Wegesrand. So ist der Tag auch mit den kurzen Tagestouren mehr als ausgefüllt.  Die Route selbst ist außerorts weitgehend verkehrsfrei geführt. Der Rundkurs ist weitgehend eben. Teilweise hügelig bzw. leicht bergig ist lediglich die Etappe Lüdge – Höxter.
Als Startpunkt wurde der Bahnhof Höxter gewählt. Weitere Bahnhöfe am Rundkurs sind Emmerthal, Lüdge und Schieder. Es ist allerdings auch möglich individuell über Hameln in die Runde einzusteigen.

1. Etappe: Höxter - Bodenwerder

Flache Etappe entlang des 4-Sterne-Weser-Radweg, gut ausgebaut und beschildert, familientauglich

Schwierigkeitsgrad:  leicht
Wegequalität:           ★★★★
Beschilderung:         ★★★★

Höxter ist ein Ort mit sehenswerten Fachwerkhäusern und Resten der einstigen Stadtmauer. Etwas außerhalb liegt das Kloster Corvey, eins der fünf Weltkulturerbe Stätten in Nordrhein-Westfalen. Insbesondere das karolingische Westwerk an der Klosterkirche hat wesentlich zur Verleihung des Titels im Jahre 2014 beigetragen. Dicht an der Weser windet sich der Radweg nach Holzminden. Um in die Stadt zu gelangen muss man wieder die Weser queren. Holzminden ist auch ein nettes Örtchen. Neben der romantischen Lutherkirche zählen auch hübsche Fachwerkhäuser zu den Hinguckern. Einzigartig sind die 18 Duftstelen in der Innenstadt, die man „immer der Nase nach“ erkunden kann. Zu den Düften und Aromen erhält man noch interessante Infos dazu. Daher nennt man auch Holzminden die „Stadt der Düfte“, denn einer der weltgrößten Hersteller von Duftstoffen hat hier seinen Sitz.

In Polle ist das Aschenputtel zuhause. Eine Gierseilfähre bringt den interessierten Radler rasch vom Weser-Radweg auf die andere Seite zur Burgruine, wo im Sommer an jedem dritten Sonntag das Märchen Aschenputtel aufgeführt wird. Von der Ruine hat man auch einen herrlichen Blick auf die Weser mit der Fähre.

Nächste Station ist die Münchhausen-Stadt Bodenwerder. Hier lebte der Freiherr von Münchhausen, der im Kreise seiner Freunde seine phantastischen Lügengeschichten erzählte. Rudolf Erich Raspe schrieb sie auf und veröffentlichte diese in England, wo sie sich schnell verbreiteten. Der Göttinger Dichter Gottfried August Bürger übersetzte diese wieder zurück ins Deutsche und fügte weitere Geschichten hinzu, sodass diese auch in Deutschland schnell bekannt wurden. Zu Ehren ihres berühmten Sohnes errichtete man im Ort ein Museum und an verschiedenen Stellen mehrere Denkmäler.

2. Etappe: Bodenwerder nach Lüdge

Überwiegend flach, gut ausgebaut, im Emmertal regionale Radwegweisung der BahnRadRoute Hellweg-Weser, familientauglich

Schwierigkeitsgrad:    eher leicht
Wegequalität:             ★★★☆
Beschilderung:           ★★★★

Aus Bodenwerder heraus geht es zunächst weiter auf dem Weser-Radweg. In Emmerthal schwenkt der Radweg dann links ab ins beschauliche Flusstal der Emmer. Nach wenigen Radkilometern zeigt sich die prächtige Schlossanlage Hämelschenburg, eines der bedeutendsten Bauwerke der Weserrenaissance.

Der weitere Weg folgt der guten Ausschilderung der „BahnRadRoute Hellweg-Weser durch die landschaftlich schönen Auen der Emmer. An Bad Pyrmont vorbei ist die Etappenstadt Lüdge fix erreicht. Ein hübscher Ort, von Fachwerk geprägt, mit Resten der einstigen Stadtbefestigung. Mittendrin erinnert der Ziegenbrunnen an die hier im Mittelalter verbreitete Ziegenhaltung.  

3. Etappe: Lüdge - Höxter

Anstiege und Abfahrten im Wechsel, oft über wenig befahrende Nebenstraßen, regionale Wegweisung bis Vörden, dann gut ausgebauter Europa-Radweg R 1 bis Höxter

        Schwierigkeitsgrad:    eher anspruchsvoll
        Wegequalität:             ★★★☆
        Beschilderung:           ★★☆☆   

Hinter Lüdge verläuft der Radweg weiter entlang des Emmertals bis zum Stauwehr welches das Flüsschen in den idyllischen Schiedersee verwandelt. Dem Ufer folgend liegt am Ende des Sees Schieder mit einem sehenswerten Schloss und barockem Schlossgarten. Von hier ab wird die Strecke hügeliger.

Schwalenberg, ein kleines aber hübsches Nest am Fuße eines Berges klebend, bezeichnet sich auch als Künstlerdorf, weil hier zwischen 1920 und dem 2. Weltkrieg einige Maler wegen der schönen Landschaft und der außergewöhnlichen Lichtverhältnisse impressionistische Landschaftsmalerei betrieben haben.

Oberhalb der Ortes thront auf dem Berg die gleichnamige Burg. Am Ortsende zweigt die Radroute nach Marienmünster ab. Es geht mit Speed über schmale Landstraßen hinunter nach Born und von dort aus über hügelige Wirtschaftswege Richtung Marienmünster. Während der Fahrt hat man immer wieder schöne Weitblicke in die Weserberglandschaft. Diese Strecke ist nur mäßig ausgeschildert, daher ist der GPX-Track eine gute Orientierungshilfe.

Beeindruckend ist die Klosteranlage von Marienmünster. Die berühmte Benediktiner-Abtei beherbergt viele sakrale Kunstschätze. Heute finden dort kulturelle Veranstaltungen statt, die von der gemeinnützigen Kulturstiftung Marienmünster organisiert werden. Nächster Ort ist Vörden, wo man sich das Herrenhaus Schloss Vörden befindet. Da es sich in Privatbesitz befindet, ist es nur vom frei zugänglichen Schlosspark aus zu besichtigen.

Ab Vörden ist nun der Radfernweg R1 der Wegbegleiter nach Höxter. Der R 1 ist Teil eines europäischen Radfernwegs, der in Boulogne-sur-mer in Nordfrankreich beginnt und in St. Petersburg endet. Zu Beginn ist noch eine kurze Kletterstrecke über gute 50 Höhenmeter nach Eiversen hinauf zu bewältigen, bevor es auf der glatt geteerten Piste flugs hinab nach Höxter rollt.

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