„Ich bin der Doktor Eisenbart,
Kurir' die Leut' nach meiner Art,
Kann machen, daß die Blinden geh'n,
Und daß die Lahmen wieder seh'n.“
Johann Andreas Eisenbarth ist heutzutage hauptsächlich durch ein Spottlied bekannt, das wahrscheinlich Göttinger Studenten zu Beginn des 19. Jahrhunderts getextet haben. Jedoch war der in Münden gestorbene Eisenbarth kein Scharlatan, der lediglich Zähne gezogen hat. Vielmehr wurde er wegen seiner herausragenden augenärztlichen Fähigkeiten von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, zum ‘Königlich Preußischen Hofrat und Hofoculisten’ ernannt.
Mit dem Spannungsverhältnis zwischen Kurpfuscher und Koryphäe hat sich die Mündener Filmemacherin Elgard Steinmüller in ihrem Film ’Er war anders als sein Ruf‘ auseinandergesetzt. Der Film gibt Einblicke in das Leben und die Lebensleistung von Johann Andreas Eisenbarth.
Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch über Eisenbarth und seine Bedeutung für Hann. Münden geben. Neben der Filmemacherin wird auch Elli Denker, Mitgründerin der Mündener Stadtführergilde, beim Gespräch für Fragen zur Verfügung stehen.