Der neuste Streich aus dem Gewürzkoffer der Leipziger Pfeffermühle. Wir sitzen in Haft. In Lachhaft: Die Welt hält sich den Bauch vor Lachen – Deutschland macht mal wieder Spaß. Wir sind der Vorreiter auf dem Schlachtross. Der Staat geht voran, aber der Bürger kommt nicht mehr mit. Jeder hat eine Meinung, aber keine Ahnung. Wir lassen uns jede Menge einfallen – auch unsere Brücken. Früher wurde die Bahn geschätzt, heute schätzt man die Fahrzeiten. E-Mail, E-Auto, E-Goisten. Wir machen weiter, als ob es kein Morgen gäbe. Denn noch ist nicht aller Tage Abend. Der Bürger versüßt sich sein Leben mit Pustekuchen. Die Regierung ratlos – das Volk lustlos.
Die Demokratie macht sich vom Acker, der Bauer auf die Socken. Die Boomer treten in den Schatten und die Jugend hat keinen blassen Schimmer. Wir warten auf das Wirtschaftswunder und erleben unser blaues. Mancher fühlt sich fremd im eigenen Land, andere benehmen sich wie zu Hause. Der Kanzler schüttelt Hände, das Volk schüttelt den Kopf. Nicht mit uns – aber mit wem dann? Witzlos? Ganz im Gegenteil. Die Pfeffermühle hustet dem Zeitgeist was. Denn Husten ist nur das Lachen, was im Halse stecken bleibt. HARAKIRI TO GO - ein Programm, das die Krise in die komische Krise bringt. Spielfreude, Musikalität, Grips und Witz. Jung, frech, unverblümt. „HARAKIRI TO GO“
Es spielen: Sabine Kühne-Londa, Annemarie Schmidt, Sven Reese oder Benjamin Turecek Hartmut Schwarze (Piano)
Regie: Mike Hoffmann