In 3 Tagen
„Sofakino e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein. Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei – Spenden sind willkommen.
Gezeigt wird eine französische Tragikomödie, die mit wunderbar leichtem Humor vom historischen Kampf einer Pariser Lehrerin mit Bergbauern um die Einführung der Schulpflicht erzählt.
Ging es dem Regisseur Éric Besnard in der im Sofakino zu Beginn des vorigen Jahres gezeigten Komödie „Die einfachen Dinge“ um die Auswirkungen der von Leistungsdruck und Konkurrenz geprägten modernen Lebensführung und den Ausstieg daraus, so ist das Thema seines aktuellen Films die Einführung der Moderne – sofern man Schulbildung als wesentlichen Aspekt dafür ansehen muss.
Ende des 19. Jahrhunderts erhält Louise Violet den Auftrag in einem abgelegenen Bergdorf eine Schule aufzubauen und damit die von der republikanischen Regierung eingeführte Schulpflicht durchzusetzen. Wie man zu Beginn des Films erfährt, soll sie damit eine behördliche Chance erhalten, einen Fehltritt wieder gut zu machen.
Und wie eine Strafexpedition beginnt ihre Mission:
Nach einem beschwerlichen Aufstieg durchs Gebirge, trifft sie auf eine dörfliche Gemeinschaft, die sie keineswegs wohlwollend empfängt. Und die Bauern haben Gründe dafür: Die Kinder werden als Helfer auf den Feldern unbedingt gebraucht und wofür soll es gut sein, wenn sie mehr wissen als ihre Eltern?
Der Stellenwert, der ihren Bemühungen eingeräumt wird, wird ihr unmissverständlich verdeutlicht. Als Schulgebäude und Unterkunft weist ihr der Bürgermeister Joseph den Kuhstall auf seinem Hof zu.
Es gelingt ihr immerhin, Schultische und Bänke bereit zu stellen - für Kinder, die wochenlang nicht erscheinen. Aber der Bürgermeister hat eine neugierige Tochter und wenn diese Lesen und Schreiben lernen kann, kann er das auch. Joseph weiß auch, wie man die Bauern gewinnen kann.
Auf Skiern folgt sie ihm durchs tief verschneite Bergland zu den entlegenen Bauernhöfen seiner Gemeinde. Dass sie dabei bei der Geburt eines Kindes helfen kann, bringt ihr Respekt ein. Jetzt hat Louise tatsächlich bald einen Stall voller Kinder, die sie entschlossen zu mündigen Staatsbürgern erziehen kann.
Hier könnte der Film enden, doch die wirtschaftliche Not im Dorf bleibt ein Problem, die Kinder zeigen unterschiedliche Talente, Louises Verhältnis zu Joseph entwickelt sich komplex und... da ist dann noch ihre Vergangenheit.
Kritiker meinen:
Einerseits: Landidylle, in wundervoll warmen Bildern eingefangen.
Andererseits: Vor historischem Hintergrund ablaufendes Drama um eine starke Frau mit Bildungsidealen. Vielschichtig erzählt, schön gefilmt, toll gespielt.
Die nächste Vereinsveranstaltung ist am 27.2.2026
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