Kaufungen

Von Fachwerk und tausend Jahren bewegter Geschichte geprägt

Die aus drei Ortsteilen bestehende Gemeinde Kaufungen liegt direkt vor den Toren von Kassels, am westlichen Rand des Geo-Naturparks Frau-Holle Land. Unterhalb des auf einer Anhöhe gelegenen Stiftsareals reihen sich im alten Ortskern von Oberkaufungen gepflegte Fachwerkhäuser dicht an dicht. Malerische Winkel, ungewohnte Perspektiven und historische Gassen verführen zu Entdeckertouren.

Kaufungen für Märchenfreunde
Im Jahre 1011 wurde Kaufungen erstmals urkundlich erwähnt: Als Königshof unter dem Namen "Coufunga". In dessen Bereich gründeten Kaiser Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde im Jahr 1017 ein Benediktinerinnenkloster. Kunigunde trat nach dem Tode Heinrich II. dem Nonnenkonvent des Klosters bei und lebte hier bis zu ihrem Tod im Jahr 1033.
Neben dem mächtigen Kirchenbau prägen heute noch die Zehntscheune, das Herrenhaus, Renterei und die alte Linde das Bild des imposanten Stiftshofs. Das architektonische Ensemble steht unter Denkmalschutz und wird beständig gepflegt und erhalten.
Über die nach ihrem Tod heiliggesprochene deutsche Kaiserin Kunigunde gibt es eine ganze Reihe von Legenden unterschiedlichster Autoren. Die bekannteste Legende ist das Pflugscharwunder mit der Abbitte ihres Gemahls Kaiser Heinrich II. Sie findet sich als Die heilige Kunigund auch in den Deutschen Sagen (Nr.482) der Brüder Grimm.

Kaufungen für Urlauber und Ausflügler
Ein Spaziergang durch die alten Ortskerne von Nieder- und Oberkaufungen lohnt zu jeder Jahreszeit. Malerische Fachwerkbauten prägen die gewachsenen, dörflichen Strukturen. In Niederkaufungen steht die kleine, spätgotische Kirche im alten Ortszentrum. Herausragende Gebäude sind mit kleinen Infotafeln, die Hinweise zur historischen Nutzung der Häuser geben, ausgestattet. Die Gemeinde Kaufungen bietet Mottorundgänge ebenso wie öffentliche Führungen an.
Das Stiftsareal mit seinem stimmungsvollen Ambiente ist Schauplatz eines hochkarätigen Kulturprogramms mit Auftritten international gefragter Künstler.
In der ehemaligen Oberkaufunger Schule von 1842 ist das gemeindeeigene Regionalmuseum "Alte Schule" beheimatet. Hier gibt es in zahlreichen Räumen auf mehreren Etagen einen Blick auf die "gute alte Zeit" der Kaufunger Alltags- und Arbeitswelt.
Im Bergwerkmuseum Rossgang lässt sich die über 400-jährige Geschichte im Bergbau erfahren. Das Göpelhaus mit dem Schachtgebäude wurde von ehemaligen Bergleuten rekonstruiert und ist heute als Museum ein beeindruckendes Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert.
Von 1870 bis 1981 wurden in Kaufungen Ziegelsteine und Falzdachziegel hergestellt. Nach der Stilllegung der Produktion sind 1991 die markante Architektur, Brennöfen und Maschinen der ehemaligen Ziegelei Kaufungen, zum Industriedenkmal erklärt worden. Heute befindet sich dort das Hessische Ziegeleimuseum.  In einem geführten Rundgang werden die einzelnen Produktionsschritte zur Herstellung von Ziegeln erklärt.
Für Wanderfreunde, Radwanderer und Mountain-Biker ist das gut ausgebaute, beschilderte Wegesystem in Kaufungen der ideale Start für Ausflüge. Ob Märchenlandweg, GrimmSteig, Kassel-Steig, Herkules-Wartburg-Radweg, Lossetalradweg, Fernwanderwege, Rundwege, Premiumwanderwege im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald – für jeden Anspruch ist etwas dabei. Bei der Kaufunger Tourist-Information sind zahlreiche Wegbeschreibungen und Routenvorschläge erhältlich.

In Kaufungen suchen, finden, entdecken

Veranstaltungen & Führungen

Gerne empfehlen wir den Besuch der hier gezeigten Veranstaltungen.
Bei Fragen oder Unstimmigkeiten wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Veranstalter.

Kaufunger Geschichtssplitter

Im Jahre 1008 schenkte der deutsche König und spätere Kaiser Heinrich II. (1014–24) seiner Gemahlin Kunigunde den befestigten Wirtschaftshof (Curtis) Kassel als Ersatz für Bamberg. Den Königshof verlegte er kurze Zeit später nach Kaufungen, das 1011 als coufungon erstmals urkundlich erwähnt wurde.

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