Hauptroute 04 - Etappe Marburg -Frankenberg

Auf einen Blick

  • Start: Innenstadt
  • Ziel: Frankenberg
  • mittel
  • 42,85 km
  • 2 Std. 56 Min.
  • 248 m
  • 353 m
  • 180 m
  • 60 / 100

Beste Jahreszeit

Hauptroute Etappen Marburg Frankenberg

Zunächst lange Zeit flach, gut ausgebaut und familientauglich. Am Ende des Wetschaftstals bergig. Gute Ausschilderung. 

Schwierigkeitsgrad:     eher anspruchsvoll
Wegequalität:             ★★★☆
Beschilderung:            ★★★☆    

Nördlich von Marburg stößt man auf dem gut ausgebauten Lahn-Radweg über Cölbe zur Gemeinde Lahntal. Hier lebte im Ortsteil Gößfelden der Maler Otto Ubbelohde, der hunderte von Illustrationen zu den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm anfertigte. Für seine Zeichnungen holte er sich oft Anregungen aus der Umgebung. Durch Gößfelden verläuft ein ca. 1,5 Kilometer langer Rundweg, der Inspirations- und Zeichenorte Ubbelohdes miteinander verbindet. 16 Hinweistafeln erläutern am Weg das Leben und Wirken des Künstlers.
In Gößfelden lebte auch der Pfarrer und Pädagoge Johann Heinrich Christian Bang, der eine enge Freundschaft zu Professor Friedrich Carl von Savigny pflegte. Dieser stellte den Kontakt zu den Brüdern Grimm her. So wurden die von Bang gesammelten Sagen aus dem Marburger Raum den Grimm Brüdern zugänglich gemacht.
 Im Ortsteil Brungershausen haben der Sage nach Wichtelmänner in grauer Vorzeit mächtige Felsbrocken aufgetürmt. Damit kennzeichneten sie die Stelle ihrer Schätze. Über einen Abstecher und Wanderweg kann man die Felsgruppe erkunden. Ebenso findet man in Bungershausen noch Schanzen aus dem Siebenjährigen Krieg zwischen Preußen und Frankreich.  Wer will kann von den Wichtelhäuser Steinen direkt nach Wetter radeln, allerdings ist die Strecke anfangs bergig. Wer es bequemer haben möchte, fährt den Lahnradweg zurück und wechselt in Gößfelden auf den Lahn-Eder-Radweg.
 
In Wetter findet man rund um den historischen Marktplatz ein vielfältiges Ensemble an Fachwerksgebäuden mit der herausragenden Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert. Der Diebesturm diente als Vorbild für die Ubbelohdes Zeichnung zum Märchen „Der alte Jäger“.
 Parallel zur Burgwaldbahn folgt der weitere Weg der Route des Lahn-Eder-Radwegs, welcher durch das wunderschöne Tal der Wetschaft führt. Von Münchhausen aus findet man ganz in der Nähe den Christenberg im Burgwald. Hierzu muss man auf 4 Kilometern ca. 150 Höhenmeter überwinden. Belohnt wird man oben mit einer phänomenalen Aussicht. Otto Ubbelohe hat sich an diesem Ort für seine Zeichnungen zu den Märchen
„Aschenputtel“ und „Hänsel und Gretel“ inspirieren lassen.
Beschauliche Bauerndörfer liegen unten an der Strecke. Von besonderem kulturhistorischem Interesse sind die Hugenotten- und Waldenserorte Todenhausen und Wiesenfeld. Gartenliebhaber sollten sich an der Kirche in Wiesenfeld den schön angelegten Kräutergarten ansehen.
 Allmählich steigt die Radroute an und erreicht in der Höhe die Wasserscheide zwischen Lahn und Eder bzw. zwischen Rhein und Weser.
 
Von hier aus geht es ab ins Edertal zu der ehemaligen Kreisstadt Frankenberg, ein sehenswerter Ort mit historischer Altstadt, gotischer Liebfrauenkirche und dem prunkvollen zehntürmigen Rathaus mit wunderbarem Glockenspiel. Von der ehemaligen Burg am Hexenturm hat man einen sehr guten Überblick über die Stadt.
Nach getaner „Radarbeit“ lohnt es durch den Fachwerkort zu schlendern und sich die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Für Möbel- und Designfans ist der Besuch des Thonet-Museums ein Muss. Das interessant gestaltete Museum veranschaulicht die Geschichte der Firma anhand der von ihr hergestellten Möbel. Dabei wird ein Fokus auf die von Thonet entwickelten Fertigungsverfahren gerichtet. Bekanntestes Sitzmöbel ist der „Wiener Kaffeehausstuhl“, der zum Klassiker wurde. Wegen der besonderen Buchenholzbestände des nahen Kellerwaldes hat Thonet im Jahre 1889 die Firma nach Frankenberg verlegt.
 
Das historische Frankenberger Rathaus aus dem Jahre 1509 ist besonders imposant. Das Gebäude, welches zu den schönsten Rathäusern Deutschlands zählt, beherrscht mit seinen zehn Türmen das Bild zwischen Ober- und Untermarkt. Philipp Soldan, Bildhauer aus dem Mittelalter, hat der Stadt und insbesondere dem Rathaus mit seinen Huckepackfiguren seinen Stempel aufgedrückt. Deshalb darf sich Frankenberg auch Philipp-Soldan-Stadt nennen. Auf dem Weg Richtung Burgberg kommt man an der Liebfrauenkirche vorbei, eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands. Seitlich angebaut, eine außergewöhnliche Kapelle. Vom Burgberg, wo früher die Festung der Franken stand -die der Stadt ihren Namen gab- offenbart sich ein herrlicher Rundblick über die Stadt. Wieder am Rathaus zurück, geht es eine steinerne Wendeltreppe hoch zum Ratssaal und Hochzeitszimmer hinauf. Seit 500 Jahren hat sich hier kaum was verändert. Die jahrhundertealte Konstruktion der Eichenbalken ist immer noch tadellos intakt.
 

Allgemeine Informationen

Informationen
  • Fahrradtauglich
  • Kulturell interessant
  • Einkehrmöglichkeit
  • Unterkunftsmöglichkeit
Startort

Marburg

Wetter

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