Willingshausen

Die Gemeinde Willingshausen entstand am 1974 durch die 2. Hessische Gebietsreform durch Beschluss der Landesregierung aus den eigenständigen Gemeinden Antrefftal, Leimbach, Loshausen, Ransbach, Steina und Wasenberg.
Willingshausen liegt im Süden des Kulturraumes Schwalm, einem Gebiet mit eigenständigem Dialekt, dem Schwälmer Platt, der farbenfrohen Schwälmer Tracht und den Schwälmer Menschen mit ihren typischen Charakterzügen. Und so zog die Schwalm mit ihren lohnenden Motiven in fast 200 Jahren über 300 Künstler nach Willingshausen und in die Schwalm.'

Willingshausen für Märchenfreunde

Das Märchen vom Rotkäppchen, eines der bekanntesten der Brüder Wilhelm und Jakob Grimm stammt jedoch leider nicht, wie oft angenommen, aus der Schwalm, vielmehr ist es französischen Ursprungs. Das Rotkäppchen-Märchen findet sich schon in der Märchensammlung von Charles Perrault (1628-1703). Durch die Verbindung der Familien Grimm und derer von Schwertzell (Wilhelm Grimms Freundschaft zur Familie von Schwertzell geht auf Fritz von Schwertzell zurück, der mit Wilhelm in Kassel das Fridericianum besuchte und später auch in Marburg studierte) und die daraus resultierenden Besuche in Willingshausen und über ihren Bruder Ludwig Emil Grimm kannten die Brüder Grimm die Schwälmer Tracht. Es ist eine wunderbare Übereinstimmung mit dem Rotkäppchen der Brüder Grimm, denn Schwälmer Mädchen in Tracht gleichen mit ihrer roten Kappe dem Rotkäppchen wie aus dem Märchen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Schwälmer fest davon überzeugt sind, in der Heimat des Rotkäppchens, im Rotkäppchenland zu wohnen.
Wilhelmine von Schwertzell, Fritz‘ Schwester, hat auch Märchen gesammelt und stand in regem Briefwechsel mit Wilhelm Grimm (75 Briefe sind erhalten).
Im kürzlich erschienen Schwälmer Sagenborn spielen ca. 50 Märchen und Sagen in den Willingshäuser Ortsteilen. In der Schwalm ca. 140.
Eine weitere Verbindung zu Grimms Märchen ergibt sich durch Illustrationen vieler Grimmscher Bücher durch Otto Ubblohde. Der hervorragende Grafiker war oft zu Gast bei Prof. Wilhelm Thielmann in Willingshausen.

Willingshausen ür Urlauber und Ausflügler
Nur den Ortsteil Willingshausen betrachten, ist zu kurz gegriffen. Wenn auch der Ortsteil unter seinem ursprünglichen Namen europa- und weltweit in der Kunstwelt bekannt ist. Carl Bantzer und viele haben Willingshausen als Malort berühmt gemacht. Das 1996 etablierte „Künstlerstipendium“ nimmt diese Tradition auf. Eine Fortsetzung in europäischen Dimensionen findet seit 2019 durch das „Willingshäuser Malersymposium“ statt. Ergebnisse dieser Aktivitäten werden in Ausstellungen und im Malerstübchen ausgestellt.
Gungelshausen hat „Giselle Tszara“; Leimbach die Fleckenbühler; Loshausen Nester von Meister Adebar und Musikfestivals; Merzhausen Kulturlehrpfad mit den Wippersteinen und Jüdische Geschichte; Ransbach eine moderne Biogasanlage; Steina die Melanchthon-Schule; Wasenberg eine prächtige Kirche und ein modernes Nahwärmenetz; Zella hat Mundarttheater und „Brühtrogrennen“.
Viele Ortsteile haben Internetseiten, die über Suchmaschinen oder über www.willingshausen.de gut zu finden sind.

Veranstaltungen & Führungen

Gerne empfehlen wir den Besuch der hier gezeigten Veranstaltungen.
Bei Fragen oder Unstimmigkeiten wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Veranstalter.

Willingshäuser Geschichtssplitter

Willingshausen wird erstmalig im Jahre 1106 urkundlich als willichashuson erwähnt.
Ihre Gründung als älteste Malerkolonie Europas (nach neueren Forschungen bereits im Jahre 1824) verdankt Willingshausen Gerhardt von Reutern (1794-1865) und Ludwig Emil Grimm.

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